Bete wie ein Sohn

(1) -  Herr, lehre uns beten!

In Lukas 12,49 sagte Jesus: „Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu werfen, und wie wünschte ich, es wäre schon angezündet!“ Es kommt die Zeit, wo Gott seine Kraft ausgießen wird, wie er es in der Geschichte der Kirche noch nie getan hat. Zeichen dafür geschehen derzeit auf der ganzen Welt und moderne Medien dokumentieren dies einwandfrei.
Ich erhielt vor einiger Zeit einen Bericht vom argentinischen Hochsicherheitsgefängnis in Olmoz, bei Buenos Aires. In dieser überfüllten Strafanstalt mit 3.000 Insassen sind ca. 1.500 davon hingegebene Christen geworden, erfüllt mit dem heiligen Geist, voll Feuer für Jesus und hingegeben im Gebet. Heilungen, Wunder und Zeichen geschehen an vielen anderen Orten in der Welt. Was ist mit Europa, mit Österreich und unserer Stadt Graz?

In Lukas 8 geht Jesus in der Kraft des Königreichs hinaus. In Lukas 9 sendet er die Zwölf in dieser Kraft aus und in Lukas 10 die Siebzig. In Jesus brennt ein Feuer, weil er die Welt errettet sehen will. Dann kommen wir zu Lukas 11,1: Und es geschah, als er an einem Ort war und betete, da sprach, als er aufhörte, einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger lehrte!
Interessant, nur einer seiner Jünger kam zu Jesus. Gebet scheint keinen Ansturm auszulösen. Eineinhalb Jahre vorher hatte Jesus (laut Matthäus 6) das `Vater unser` bei der Bergpredigt gelehrt. Eine tolle Lehre! Alle schrieben mit, kauften sich Kassetten und hörten sie beim Autofahren. „Das ist die beste Lehre über Gebet, die ich je gehört habe. Das muss ich tun!“
Nun, die Zeit verging, man war sehr beschäftigt und hatte nie Zeit zu tun, was man gehört hatte. Kennen wir auch. Dann gingen die Zwölf und die Siebzig in großer Vollmacht hinaus. Aber die Kraft auf ihrem Leben kam durch das Gebetsleben Jesu. Er trug sie durch sein Gebet und das ermöglichte ihnen in der Kraft des Königreichs hinauszugehen. Sie begannen zu verstehen, warum Jesus in solcher Kraft wirkte – wegen seines Gebetes.
Als er sein Gebet beendet hatte, kam einer von ihnen zu Jesus und sagte: „Herr, lehre uns beten.“

(2) -  Bittsteller oder Sohn?

Wir erfuhren, warum Jesus in solcher Kraft wirkte – wegen seines Gebetes. In Lukas 11,1, nachdem er sein Gebet beendet hatte, kam einer von ihnen zu Jesus und sagte: „Herr, lehre uns beten, wie Johannes seine Jünger beten lehrt.“
Jesus hatte jedoch nicht die Absicht, seine Jünger so beten zu lehren, wie es Johannes tat. Er wollte sie das Gebets des Königreichs lehren, welches völlig anders ist. Würden wir diese Art des Gebets beten, könnte das Königreich in Graz kommen. Johannes gab sein Bestes, indem er seine Jünger zu beten lehrte. Er konnte sie aber nicht das Königreichsgebet lehren, weil er selbst nicht im Königreich war.
So lehrte sie Jesus in den ersten Versen von Lukas 11, was es heißt, ein Beter des Königreichs zu sein. Er lehrte sie wie folgend beten: Vater im Himmel! Das ist kein höflicher Anfang, sondern etwas Mächtiges liegt dem zugrunde, wenn man so beginnt. Johannes der Täufer betete nie: Vater ..., weil er einfach nicht diese Beziehung zu Gott hatte. Aber Jesus betete immer so, weil er diese Beziehung hatte. Er war Gottes Sohn!
In England lebte ein Mann, der ein großes Wohltätigkeitswerk leitete, das viel Gutes in den Ländern der dritten Welt wirkte. Er hatte nun die Gelegenheit, seine Anliegen vor dem Herzog von Edinburg vorzustellen, dem Gatten von Königin Elisabeth II von England. Dafür wurden ihm 15 Minuten Zeit gegeben, und würde der Herzog der königliche Schutzherr über diesem Werk werden, dann hätte er Zugang zu allerlei Finanzquellen gehabt. So zog er seinen besten Anzug an und reiste nach London, zum Buckingham-Palast, und wartete auf das Gespräch mit dem Herzog. Er saß er nervös, dann öffnete sich die Tür und er wurde zum Herzog geführt. Als er Platz genommen hatte und eben im Begriff war, sein Anliegen vorzubringen, ging eine Tür auf und ein Junge lief herein. Es war einer der kleinen Prinzen. Er rief: „Papa, mein Spielzeug ist kaputt.“ Der Junge hatte keine Verabredung mit dem Herzog, er war sein Sohn. So sagte der Herzog: „Entschuldigen Sie mich, aber ich muss meinem Sohn helfen.“ Neun Minuten vergingen, während der Herzog das Spielzeug seines Sohnes reparierte. Dann gab er dem Kleinen einen Klaps und sagte: „Ab mit dir!“ Und als er sich wieder an den Bittsteller wandte, meinte er: „Es tut mir leid, ich kann ihnen nicht mehr Zeit gewähren. Sie müssen ihre Bitte in den verbleibenden sechs Minuten vortragen.“
In diesem Augenblick erkannte der Mann den Unterschied zwischen einem Bittsteller und einem Sohn!
Auf welche Art betest du? Betest du als Bittsteller oder als Sohn?
Johannes der Täufer konnte offensichtlich seine Jünger nicht diese Art des Gebets lehren. Jesus konnte es! Er sagte: „Wenn ihr das versteht, wenn ihr wisst `Vater` zu sagen, dann habt ihr Rechte bei eurem Vater. Er muss einfach innehalten und euch antworten.“  Haben wir auf diese Weise beten gelernt? Wollen wir auf diese Weise beten lernen?

(3) -  Jesus, der Mittler meiner Beziehung zum Vater

Wir hörten vom Unterschied zwischen einem Bittsteller und einem Sohn. Gott sagte: „Ich sende den Geist der Sohnschaft in euer Herz.“ Und was ruft da der Sohn? „Abba, Vater!“ (Römer 8 und Galater 4)
Beim Gespräch im Obergemach in Johannes 13 bis 17 nahm Jesus Abschied von den Seinen. Beim Abschied sagt man mit Bedacht das Wichtigste. Fast 100 mal erwähnt er den Heiligen Geist und die neue Dimension, die kommen würde: „An jenem Tag ... an jenem Tag.“ Und mehr als 60 mal erwähnt er den Vater.
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, wird er euch geben. Bis jetzt habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude völlig ist! (Johannes16,23). Er sagt hier: „Ihr habt noch nicht richtig beten gelernt, nicht gelernt, in meinem Namen zu bitten.“ Es bedeutet nicht, dass wir am Ende jedes Gebetes den Namen Jesu hinzufügen müssen. Viele Christen beten in Jesu Namen und denken, Jesus muss ihre Gebete unterzeichnen, damit sie rechtmäßig sind.
Jesus lehrt hier, dass er uns durch das Kreuz genauso zum Sohn macht, wie Er Sohn ist, damit wir den Vater kennen und ihn selber bitten können. Er hört uns, weil wir als Söhne beten!
So sagt er dann in Johannes 16,24-27: Bis jetzt habt ihr nichts gebeten in meinem Namen ... Dies habe ich in Bildreden zu euch geredet; es kommt die Stunde, da ich nicht mehr in Bildreden zu euch sprechen, sondern euch offen von dem Vater verkündigen werde. Jesus sprach die Worte zu ihnen, aber die Offenbarung musste durch den Heiligen Geist kommen. Er zeigt uns den Vater. Jesus meinte: Ich kann euch das durch Lehre nicht erleben lassen, aber der Tag kommt, der Tag des Geistes, wenn euch der Geist den Vater zeigen wird, und dann werdet ihr plötzlich sagen: `Nun verstehe ich, was Jesus meinte`.
Zusammen gefasst lehrte Jesus folgendes: Was immer ihr braucht, der Vater wird es euch geben. Er antwortet  dem Sohn. Wenn ihr betet, dann betet nicht wie Johannes der Täufer, denn er kam als Bittsteller. Ich hingegen lehre euch etwas völlig anderes, nämlich als Sohn zu beten. Jesus ist nicht der Mittler meiner Gebete. Er ist der Mittler meiner Beziehung zum Vater und bringt mich in die Sohnschaft. Dann kann ich beim Beten mit ganzem Herzen `VATER` sagen und durch diese Art von Gebeten werden mächtige Antworten folgen. Gott kann und will die Stadt Graz durch seine Macht verändern.

(4) -  „Freund, gib mir!“
Jesus ist der Mittler unserer Beziehung zum Vater und nicht der Mittler unserer Gebete. Im  `Vater unser` haben wir eine Anleitung, wie wir zu einem wirkungsvollen, persönlichen Gebetsleben gelangen. Haben wir ein wirkungsvolles, persönliches Gebetsleben, dann kommt die Frage Jesu in Lukas 11,5: Stellt euch vor, einer von euch hat einen Freund. Mitten in der Nacht geht er zu ihm, klopft an die Tür und bittet ihn: `Leihe mir doch bitte drei Brote. Ich habe unerwartet Besuch bekommen und nichts im Haus, was ich ihm anbieten könnte.`
In den ersten Versen von Lukas 11 lernen wir wirksam für uns selbst zu beten, aber in Vers 5 sagt Jesus: „Nun will ich euch lehren, wie ihr für die Nöte der anderen betet“ Wir wollen doch für die Nöte der anderen beten.
Zuerst betont Jesus die Beziehung, die wir mit Gott haben.Gott ist der Freund, der alles hat, was wir brauchen. Er beschreibt ihn als drei Brote. In Johannes 6,35 sagt Jesus: Ich bin das Brot des Lebens ... (das vom Himmel kommt). Wofür dieses Brot vom Himmel? Uns wird gesagt, dass es der Welt Leben gibt. Ein Laib kam in der Gestalt des Herrn Jesus vom Himmel. Die beiden anderen Brote sind der Vater und der Heilige Geist. Sie sind alle leidenschaftlich hingegeben, die Welt mit ewigem Leben zu nähren. Wenn wir Städte errettet sehen wollen, müssen wir alle drei Brote kennen. Wir müssen die Rolle Jesu, des Heiligen Geistes und des Vaters verstehen. Viele kennen nur den Herrn Jesus und kennen den Heiligen Geist nicht. Manche kennen Jesus und den Heiligen Geist, aber nicht den Vater. Eine Offenbarung des Vaters ist absolut nötig, um ein machtvolles Gebetsleben zu haben, das Graz verändert.Wir müssen zum dreieinigen Gott gehen, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist, denn alle drei können gewaltig geben. Darum sage:„Freund, gib mir!“
Jesus sagt: „Der Grund, warum ihr zum Freund so sprecht, ist, weil ihr einen anderen Freund in Not habt.“ Wer ist dein Freund in Not? Jeder, den du kennst und der nicht errettet, der im gewissen Maß unter der Herrschaft der Finsternis ist. Das ist ein Freund in Not.
Jesus war bekannt als Freund von Zöllnern und Sündern. Seine Liebe reichte zu ihnen hin, um sie zu retten. Er verurteilte und verdammte sie nicht. Wieviel Liebe habt ihr? Wie viele Freunde habt ihr in der Welt? Kennt ihr Freunde in Not? Schreit ihr zu Gott eurem Freund für sie um Hilfe?
Dann werdet ihr entdecken, wenn ihr um Hilfe für sie schreit, wie groß die Not eigentlich ist und dass ihr ihnen nichts geben könnt. Ihr seid einfach hilflos. Sie sind gebunden, voll Furcht, völlig verwirrt in ihrem Sinn, geblendet und getäuscht vom Bösen, arme, verlorene Sünder und ihr wisst einfach nicht, wie ihr ihnen helfen sollt. Darum schreit  zu eurem Freund: „O Gott, da sind all die Menschen um mich herum, sie sind so bedürftig, sie sind so verloren, sie sind so blind. Ich kann ihnen nichts geben. Gott, gib mir Kraft: Vater, Sohn und Heiliger Geist!“

(5) -  Rechtmäßig den Sieg erlangen

Wenn du die Not der Menschen in Graz siehst und für sie zu Gott rufst, wird Er dich hören und anleiten so zu beten, damit die Stadt verändert wird. Jesus lehrte uns in Gleichnissen über die verschiedenen Aspekte wirksamen Gebets.
In Lukas 11,7 und 8 wird erklärt: `Ich kann  jetzt nicht aufstehen und dir etwas geben.` Das sage ich euch: Wenn er schon nicht aufstehen und dem Mann etwas geben will, weil er sein Freund ist, so wird er schließlich doch aus seinem Bett steigen und ihm alles Nötige geben, weil der andere ihm einfach keine Ruhe lässt.
Der Freund, welcher ein Bild für Gott ist, reagiert zunächst abweisend. Jesus lehrt uns einige Gleichnisse, wo Gott als hart, teilnahmslos und gleichgültig dargestellt wird (siehe z.B. Lukas 18:1-8). So ist Gott nicht, sondern er scheint nur so zu sein. Warum braucht dann Gott so lange, um zu antworten? Weil Gott nicht nur ein liebender, sondern auch ein gerechter Gott ist. Menschen haben aus Ungehorsam Gott gegenüber dem Satan Anrechte gegeben. Auch auf Graz trifft das zu, und darum müssen wir, weil Gott gerecht ist, diese Anrechte auf rechtsgültige Weise dem Satan entziehen. Wenn wir das verstehen, verstehen wir auch, warum manche Dinge etwas länger dauern.
Hier wird klar gemacht, dass Gottes Handeln uns gegenüber nicht allein von Liebe und Freundschaft sondern auch von Gerechtigkeit bestimmt ist. Zur Erklärung stelle man sich einen Gerichtssaal vor und einen Richter, dessen geliebter Neffe als Gesetzesübertreter vor ihm steht. Er liebt seinen Neffen von ganzem Herzen, aber als Richter ist er durch und durch gerecht. Er möchte nicht, dass sein geliebter Neffe ins Gefängnis kommt, aber er kann ihn nicht laufen lassen, nur weil er ihn liebt. So kann Gott nicht alles tolerieren und antworten, nur weil er Sünder liebt. Es muss Gerechtigkeit walten. So verurteilt der Richter seinen angeklagten Neffen zu einer hohen Geldstrafe. Danach zieht er seinen Talar aus und hilft ihm, auf einen gerechten Weg zu gelangen. Gott sehnt sich aus ganzem Herzen, die Antwort zu geben, aber er kann dabei nicht die geforderte Gerechtigkeit umgehen. Gott hält die Anwort zurück, während wir alle Anforderungen der Gerechtigkeit erfüllen. Dem Satan muss bewiesen werden, dass ihm in einer bestimmten Situation sein Anrecht rechtmäßig entzogen ist. Unser Glaube an den stellvertretenden Tod Jesu Christi am Kreuz zur Bezahlung unserer Schuld wird hier wirksam.
Gott möchte uns in der Gebetsart trainieren, wo die Ansprüche Satans rechtmäßig entkräftet werden, was durch Glauben an den lebendigen, auferstandenen Jesus und sein Werk am Kreuz geschieht. Es hilft nicht, wenn ein Verteidiger bei Gericht leidenschaftlich für seinen Mandanten eintritt. Ohne einen guten, stichhaltigen Rechtsgrund kann der Richter keinen Freispruch fällen.
Das beständige Gebet eines Menschen in Gerechtigkeit kann auch ausweglos erscheinende Situationen verändern. Unser beständiges Gebet bringt uns in eine tiefere Beziehung zu Gott und zeigt, dass wir unser Vertrauen nur in Ihn setzen. Im Gebet nahen wir uns Gott und Seine Nähe verändert uns und zeigt uns den Weg, das Erbetene zu erlangen.
Lukas 18,1 Wie wichtig es ist, Gott so lange zu bitten, bis er antwortet, machte Jesus durch ein Gleichnis deutlich.

(6) -  Unsere Stadt braucht das Wirken des Heiligen Geistes

Wenn wir beständig und in Gerechtigkeit beten und das im Glauben an den lebendigen, auferstandenen Jesus Christus und sein Werk am Kreuz tun, dann wird das Wirken des Heiligen Geistes freigesetzt werden. Das geschah schon oft in der Kirchengeschichte und geschieht auch heute an so manchen Orten auf der Welt. Gottlose und in Verfehlungen verstrickte Menschen werden plötzlich durch Gnade verändert.
Das kann auch in Graz geschehen, wenn wir gelernt haben, Dinge vom Heiligen Geist, unserem Helfer zu bekommen. Wir werden entdecken, dass die Antwort für die Nöte der Menschen der Heilige Geist selbst ist, der mächtig in und durch uns wirken kann. Der Heilige Geist kommt nicht an Orte oder zu Institutionen, sondern zu Menschen. Er braucht ein menschliches Gefäß, eine Person, die sich völlig für Ihn öffnet und durch die Er wirken kann. Jesus war der erste Mensch, den der Heilige Geist für sein Werk mächtig verwenden konnte, weil er Gott, dem Vater, völlig gehorsam war. In seinem Menschsein tat Jesus nichts aus sich selbst heraus. Es waren der Heilige Geist und der Vater, die durch Ihn wirkten. Liest man die Bibel genau, dann entdeckt man, dass Jesus sagte: „Der Vater in mir tut die Werke. Ich aus mir heraus kann nichts tun.“ Dann sagte er zu seinen Nachfolgern: „Aus euch selbst heraus könnt ihr gar nichts tun. Aber Gott kann alles durch euch tun.“
Jesus war der erste Mensch, der dem Heiligen Geist völlig zur Verfügung stand, damit dieser kommen und wirken konnte. Er beruft uns zu genau demselben Leben. In dem Augenblick, wo wir für unseren Freund in Not (unseren Nächsten) beten, zeigt Gott uns, was wir brauchen: Wir müssen mit dem Heiligen Geist erfüllt und immer wieder mit Ihm erfüllt werden.
Gott möchte nicht, dass wir nur ein Gefäß voll mit dem Heiligen Geist sind. Mit einem Kübel kann man kein Feuer löschen. Aber stellt euch vor, ihr seid ein Wasserhydrant, wo der Geist reichlich herausfließt. Ihr seid die Spritze am Schlauchende und solange ihr mit dem Hydranten verbunden seid, braucht ihr nur den Mund öffnen, und die Kraft Gottes fliesst durch euch.
Viele von uns haben den Heiligen Geist gesucht, weil wir fühlten, dass wir Ihn brauchen. Aber haben wir den Heiligen Geist gesucht, weil die Welt Ihn braucht, weil Graz Ihn braucht? Das Kommen des Heiligen Geistes ist zuallererst nicht für uns, sondern für die Welt. Und wenn er (der Heilige Geist) gekommen ist, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und von Gericht. Johannes 16,8. Er möchte durch uns fließen, damit den Nöten der Welt begegnet wird. Zu dem sind wir berufen.

(7) -  Dafür sind wir gesalbt!

Wenn wir dann in Lukas 11 weitergehen und die Geschichte vom Freund in Not hinter uns lassen, sagt Jesus in Lukas 11,9:
„Bitte, und es wird dir gegeben werden, suche, und du wirst finden; klopfe an und dir wird aufgetan werden.“ Diese Verben stehen in der Dauerform. Eigentlich hat er es folgendermaßen ausgedrückt: „Bitte, und bitte ständig weiter.“ Du machst das zu einer Lebenshaltung und tust es immer: du suchst, und suchst ständig weiter; du klopfst an, und klopfst ständig weiter an. Und dann kommt die dreifache Versicherung in Vers 10: Denn wer bittet, der wird bekommen. Wer sucht, der findet. Und wer anklopft, dem wird geöffnet. Welcher Vater würde seinem Sohn denn eine Schlange geben, wenn der ihn um einen Fisch bittet, oder einen Skorpion, wenn er ein Ei haben möchte? Hier haben wir völlige Sicherheit. Niemand, der Gott sucht, wird enttäuscht werden.
Wenn schon ihr hartherzigen, sündigen Menschen euren Kindern Gutes gebt, dann wird doch der Vater im Himmel erst recht denen seinen heiligen Geist geben, die ihn darum bitten.
Warum kam der Geist zu Jesus? Damit er die Werke des Bösen zerstöre. Jesus von Nazareth ist von Ort zu Ort gezogen. Er hat überall Gutes getan und alle befreit, die der Teufel gefangenhielt, denn Gott selbst hatte ihm seine Macht und seinen göttlichen Geist gegeben. Er war mit ihm. Apostelgeschichte 10,38. Doch Christus, der Sohn Gottes, ist gerade deswegen zu uns gekommen, um die Werke des Teufels zu zerstören. 1.Johannes 3,8. Warum kommt der Heilige Geist zu uns? Damit wir wie Jesus die Werke des Bösen zerstören.
Der drängende Wunsch des Heiligen Geistes ist es, Kranke zu heilen, in Abhängigkeit gebundene (Suchtkranke, Menschen mit zwanghaften Haltungen, usw.) zu befreien, Gnade, Liebe und Barmherzigkeit zu den Menschen zu bringen, und ungerechte Machenschaften aufzudecken und zunichte zu machen.
Dafür war Jesus gesalbt; dafür sind wir gesalbt.
Am Ende seines Wirkens, nachdem Jesus von den Toten auferstanden war, kam er zu seinen Jüngern in das Obergemach, hauchte sie an und sagte: „Empfangt den Heiligen Geist. Wie der Vater mich gesendet hat, so sende ich euch.“ Und als dann der Geist auf sie kam, gingen sie in die Stadt und trieben das Böse hinaus. Man weiß, dass damals in Jerusalem etwa 60.000 Menschen wohnten. Innerhalb von zwei Jahren hatte die Gemeinde 20.000 Mitglieder. Ein Drittel der Stadt war errettet.
Wir rufen zu dir, Heiliger Geist, komme mit Macht, damit du uns alles gibst, was wir brauchen, die Fülle Gottes. Vater, Sohn und Heiliger Geist. Komme und erfülle unser Leben. Wir möchten keine kleinen Gefäße mit etwas Heiligem Geist drinnen sein, sondern Hydranten Gottes. Wir möchten einen ständigen, mächtigen Fluss seines Lebens durch uns haben, damit den Nöten der Welt um uns begegnet werden kann. Gott, lehre uns so zu beten, nicht um unseretwillen, sondern für das Wohl der Stadt. In Jesu mächtigem Namen. Amen.

 

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